Gedanken auf dem Flug

Na endlich, ich sitze im Flieger.. stressig genug war dieser Morgen definitiv. Zum Glück hat mein Kofferpacken relativ problemlos geklappt und ich bin so froh, dass Swaantje noch vorbei gekommen ist und mir geholfen hat. Ich hatte mir eigentlich fest vorgenommen einfach die Nacht durchzumachen, jedoch muss ich irgendwie eingeschlafen sein und somit weckte mich das Klopfen meines Kleines auf. Mit einem Blick auf die Uhr realisierte ich, dass ich verschlafen habe und oh mann, so schnell bin ich noch nie aufgestanden. Innerhalb von 5 Minuten war ich geduscht und habe noch schnell die restlichen Sachen eingepackt. Nun war es soweit. Es war Zeit meinem ‘Zuhause’ Tschüß zu sagen und ich konnte es immer noch gar nicht fassen, dass es tatsächlich schon weit war. Schon als wir das Haus verlassen haben, fing ich an zu heulen, weil ich mich von den Hunden verabschieden musste.. so emotional war ich schon lange nicht mehr! Als ich mich wieder beruhigt habe, ging es Richtung Flughafen. Zusammen ging es dann endlich los und schon auf der Fahrt wurde mir ziemlich mulmig in der Magengegend. Wie erhofft, hatte mein Koffer kein Übergewicht und somit blieb genug Zeit mich von meiner Gastmutter und meinem Kleinen zu verabschieden. Schon wieder kullerten mir die Tränen die Wange runter. Ein paar letzte Umarmungen und dann ging es für mich Richtung Security-Check. Zum Gück ging alles ziemlich schnell, sodass ich fix an meinem Gate angekommen bin und erstmal Zeit zum Durchatmen hatte. Nun saß ich da also vollgepackt wie ein Esel und gestresst wie noch nie mit viel zu vielen Gedanken, die mir im Kopf herumschwirrten. Mein Abenteuer Nummer 2 fing nun endlich an und ich kann es immer noch nicht fassen, wie schnell die letzten Wochen vergangen sind. Gerade sitze ich im Flieger.. wir sind schon eine Weile in der Luft und glücklicherweise habe ich zwei guterzogene kleine Jungs als Sitznachbarn.. soweit so gut. Mein Magen knurrt – für Frühstück blieb aufgrund meines Verschlafens leider keine Zeit, aber zum Glück wurden gerade die Snacks verteilt. Mein erster Flug geht Richtung Baltimore und dort werde ich einen einstündigen Zwischenstopp haben bevor es endlich Richtung Boston geht. Ich kann es immer noch nicht glauben, dass ich heute Abend schon in meinem Zuhause angekommen bin und in meinem neuen Zimmer schlafen werde. Kann mich mal bitte einer kneifen? Es fühlt sich einfach alles so unrealistisch an, aber ich bin so froh, dass ich diesen Schritt wage und für eine (unbestimmte) Zeit lang an der Ostküste leben werde.
Meine Gastmutter wird mich später alleine vom Flughafen abholen und dann werden wir nach Hause fahren, wo ich dann endlich die Kids kennen lernen werde. Ich bin so gespannt, wie sie wohl auf mich reagieren werden und freue mich schon unglaublich auf die Kleinen. Was die nächsten Tage anbelangt, habe ich noch keine Idee, was so ansteht und passieren wird, aber ich werde mich einfach überraschen lassen. Zudem habe ich auch noch keine Ahnung wie das Haus und besonders mein Zimmer aussehen wird und das macht es nochmal ganz besonders aufregend für mich. Mir schwirren einfach viel zu viele Gedanken durch den Kopf.. was ist, wenn ich mich in meinem Zuhause nicht wohl fühle? Wie werden wohl die Kinder auf mich reagieren? Was ist, wenn ich nicht mit meinen Gasteltern klar komme? Finde ich schnell Anschluss oder werde ich Probleme haben? Ich weiß, ich weiß.. ich sollte mir nicht so viele Gedanken machen, aber die nächsten Tage werden für mich einfach die reinste Achterbahnfahrt und ich weiß nicht, ob ich Angst haben soll oder vor Freude kreischen soll. Es ist einfach so ein komisches Gefühl von vorne anzufangen, obwohl man gar nicht ‘neu’ ist, wenn ihr wisst was ich meine.

Wenn ihr diesen Blogeintrag lest, werde ich schon längt in meiner Gastfamilie angekommen sein und habe mir vermutlich vollkommen umsonst so viele Gedanken gemacht, trotzdem wollte ich meine derzeitigen Gedanken irgendwie verewigen.

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2 Gedanken zu “Gedanken auf dem Flug

  1. Eva

    Hallo,
    bin seit einiger Zeit ein begeisterter Blog lesen von dir 🙂 und wollte gern wissen ob du deinen Blog in der neuen Familie weiter führt? bin gespannt wie es dir dort ergeht. War selbst vor einigen Jahren AuPair in Texas.
    Liebe Grüße Eva

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    1. Hey liebe Eva, freut mich wahnsinnig, dass du meinen Blog verfolgst!! Selbstverständlich möchte ich meinen Blog weiterführen, bin nur leider seit mein zweites Jahr viel mehr beschäftigt 🙂 ich gebe aber mein Bestes wieder mehr zu schreiben!
      Liebe Grüße Vanessa

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