22 days left

Hello guys, yeah exactly.. I’ve got only 22 days left here in beautiful Colorado and I’m not sure if I should be happy or sad. My mind is almost exploding, way too many questions and way too many thoughts. How will it be to say goodbye to my all my friends, to my unique Host Family and to my beloved second home. I’m pretty sure I’ll be ‘homesick’ at the east coast because I’m gonna miss seeing the mountains everyday but nevertheless it’s gonna be an awesome time. I’ll also miss my host family and the doggies like crazy and I can’t believe I’m really starting all over. I’m so incredibly grateful for everything that my Host Family did for me the last 11 months and I’ll never forget the time we had together. Especially my little one will always be my little brother and hopefully we’re going to see each other again as soon as possible. The goodbye will be hard for sure but I’m going to make the best out of it.

You’re probably wondering why the german part of this blog post is way longer than the english one.. it’s just because I can’t express my thoughts and feelings in english like in german and I’m not sure if I’m able to translate all of this with the exact meaning. Hopefully you guys don’t mind and are still curious about all my upcoming blog posts. I’m still worried how I’ll be able to pack all my stuff in my luggage but it will work out somehow..hopefully.

Vanessa

Mir schwirren tausend Gedanken durch den Kopf. Es sind nur noch knapp 20 Tage bis ich in den Flieger steigen werde und mein geliebtes Colorado hinter mir lasse. Werde ich noch einmal zurückkommen? Werde ich meine Freunde und meine Gastfamilie im nächsten Jahr noch einmal besuchen? Unzählige Fragezeichen machen sich breit und zudem auch die Ungewissheit, ob mein zweites Jahr als Au Pair genauso erfolgreich und gut werden wird, wie mein erstes. Ich kann einfach immer noch nicht begreifen, dass schon bald 365 Tage vergangen sein sollen. Unzählige To-Do Listen sind geschrieben und die Vorbereitungen laufen.. selbst meine Abschiedsfeier wird geplant. Kann mich mal bitte einer kneifen? Die Zeit vergeht rasend schnell und ich weiß immer noch nicht so ganz, wie wohl der Abschied für mich werden wird. Ich bin kein Mensch großer Emotionen, aber trotzdem wird es mir schwer fallen meine zweite Heimat einfach so hinter mir zu lassen. Colorado ist für mich mein zweites Zuhause geworden und ich befürchte, dass ich schon nach kurzer Zeit an der Ostküste, Sehnsucht zu meinen geliebten Rocky Mountains bekommen werde. 


Wenn ich an den Abschied denke, bekomme ich ein mulmiges Gefühl in der Magengegend.. meine Gastfamilie hat so vieles für mich getan und ich habe immer noch ein schlechtes Gewissen, weil ich sie einfach durch eine neue Familie ersetzen werde. Meine Vorfreude wird überschattet von Gewissensbissen und trotzdem versuche ich mir einzureden, dass es vollkommen in Ordnung ist. Es ist in Ordnung, aber trotzdem bleibt dieser Gedanke, wie es wohl sein wird, wenn ich nicht mehr hier bin nächstes Jahr. Meine Nachfolgerin wird zwei Wochen nach meiner Abreise ankommen und ich werde einfach wie jedes andere Au Pair ersetzt. Immer wieder kommt mir der Gedanke, ob sich mein Kleiner und das neue Au Pair wohl verstehen werden… oder werden sie sich vielleicht sogar besser verstehen? Wird der Kontakt zu meiner Gastfamilie bestehen bleiben oder wird nach und nach immer weniger voneinander kommen? Ich glaube der Abschied und der Start in einer neuen Familie würde mir leichter fallen, wenn ich ein nicht so gutes Verhältnis zu meiner jetzigen Familie hätte. Vermutlich werde ich noch eine ganze Weile alles miteinander vergleichen, aber im Endeffekt wird meine Gastfamilie immer die EINE bleiben. Die eine Familie, die mich in den Staaten Willkommen geheißen hat und die eine, die mich als Familienmitglied respektiert und akzeptiert hat, so wie ich nun einmal bin.
Ich werde nie vergessen, wie sehr mir meine Gastfamilie geholfen hat, an mir selbst zu arbeiten und mich von Tag zu Tag zu verbessern. Mein Selbstbewusstsein und auch meine Selbstständigkeit sind enorm gestiegen und das hauptsächlich, weil meine Gasteltern mich immer als Erwachsene angesehen und behandelt haben. Mein Kleiner hat zwar regelmäßig meine Nerven strapaziert, aber er hat mir auch gezeigt, wie das Gefühl ist eine große Schwester zu sein. Er hat mir gezeigt, wie sehr ich es vermisse Kind zu sein und dass man vielleicht nicht immer alles so ernst nehmen sollte. Mir ist dieser kleine freche, aber auch umso liebenswürdige Junge dermaßen an’s Herz gewachsen, dass er mich sogar das ein oder andere Mal zum Weinen gebracht hat. Er ist für mich der kleine Bruder, den ich nie hatte und auch, wenn ich nur ein Jahr lang ein Teil seines Lebens war, hoffe ich, dass er unsere Zeit niemals vergisst und mich sobald es möglich ist, in Deutschland besuchen wird.

Und nun sitze ich hier, aufgeregt und gespannt zwischen Dankbarkeit, Vorfreude und Schuldgefühlen – mein Abschiedsgeschenk für meine Familie ist fertig, ein Teil meiner Gastgeschenke schon auf dem Weg Richtung neues Zuhause und ich kann immer noch nicht fassen, dass ich schon bald ein weiteres Mal meinen Koffer packen werde. The struggle is real – die nächsten Wochen werden vermutlich die stressigsten und emotionalsten überhaupt und am liebsten würde ich einfach die Zeit vorspulen, um das Ganze schon hinter mir zu haben. Nur leider befinde ich mich in der Realität und muss da wohl oder übel durch.

Vanessa

Fall is finally here!!

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Hey guys, time flies and my last month in Colorado started. There’s still a lot of stuff on my to do list but I’m glad that we were finally able to drive to the Hanging Lake in Glenwood Springs. My Host Parents allowed us to use the truck and I was really thankful and excited to drive this huge car. We started really early in the morning but I was quite awake and happy to go on a roadtrip with my girls. It took us 3,5 hours to get there and easily got a spot at the parking lot. It was still very early in the morning and freeeaking cold but we were all soo excited. The trail was — long and it took us ‘forever’ to get to the top but it was definitely worth it! The Hanging Lake is such a beautiful little lake with turquoise water and little waterfalls – it was magical but unfortunately we were not alone. It was really crowded and kinda hard to take pictures without any strangers walking through our photos but I’m glad we’ve got some nice shots.
It was still freezing that’s why we didn’t stay very long and decided to head back down. The view was so amazing!!
I have no idea why but the way down felt so much longer than it actually was. We were pretty exhausted and glad as we arrived at the bottom. The sun was shining and all these beautiful trees were sparkling red and yellow in the sun. The fall is definitely my favorite season here in Colorado!!

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The week after our trip my body decided to drive me insane. I had a rash all over my body and I still have no idea how it suddenly appeared. I had a lot of sleepless nights and my body felt terrible. Not even the doctor was able to tell me where this rash came from but she gave me two kinds of medicine that finally helped after a while. I was really upset spending the whole weekend in my bed and I wasn’t even able to go the Tattoo Convention in Denver. Hopefully I’ll never ever get sick like that anymore. It scared me a lot because I thought I could be allergic to anything. But anyways I’m glad this rash is finally and completely gone!

My weekend after that was much better and I was happy to see some friends I haven’t seen in awhile. It was great to just hang out, eat Pizza and of course to have some beer. We also went to the Rocky Mountains National Park on Sunday and I had a lot of fun with Nina and Lina haha. We took a lot of pictures and just randomly drove around. I would tell you guys a lot more but it’s not that interesting at all. After we arrived back in Denver Nina and I decided to spontaneously meet some guys to play pool and it’s always so much fun to meet other people and get to know them. The people here are way more uncomplicated and friendly than in Germany.


Hallo ihr Lieben, nach fast einem Monat melde ich mich jetzt auch endlich mal wieder. Die Zeit verfliegt einfach wie im Flug und es hat doch tatsächlich schon mein letzter Monat in Colorado begonnen. Ich habe zwar leider nicht alles auf meiner To-Do Liste machen können, bin aber trotzdem glücklich so viel erlebt zu haben. Vor ein paar Wochen konnten wir auch endlich unseren Trip zum Hanging Lake in die Tat umsetzen. Meine Gasteltern erlaubten uns glücklicherweise den Truck zu nehmen und es war echt ein tolles Erlebnis so ein riesiges Auto zu fahren.

Wir fuhren früh morgens los, aber trotz aller Frühe war ich hellwach und unglaublich aufgeregt und froh endlich diesen kleinen Roadtrip zu starten. Nach dreieinhalb Stunden Fahrt kamen wir am Parkplatz zum Hanging Lake an und zum Glück war um diese Uhrzeit überhaupt nichts los. Leider war es um die Uhrzeit ziemlich kalt und irgendwie war keiner von uns so richtig auf die Kälte vorbereitet. Der Weg zum Hanging Lake war 2,6 km lang und führte uns eine halbe Ewigkeit bis nach oben in 2145 Meter Höhe. Der Pfad war unglaublich steinig, aber es war trotz der Anstrengung jede Mühe wert und die Aussicht als wir oben angekommen waren, war einfach nur atemberaubend. Der Hanging Lake ist ein wunderschöner, türkis-gefärbter, kleiner See mit kleinen Wasserfällen, die im Sonnenlicht glitzerten. Ich weiß nicht, ob es nur mir so ging, aber für mich war dieser Ort einfach nur magisch!! Leider ist der Hanging Lake an Wochenenden viel zu überfüllt und es war echt schwer Fotos ohne Menschen zu machen , die durch das Bild liefen. Selbst nach unserem Hike war es noch unglaublich frisch draußen und wir entschieden uns wieder zum Parkplatz zu laufen. Irgendwie kam mir der Weg nach unten viel länger vor als er eigentlich war und wir waren ziemlich fertig und müde, als wir endlich unten ankamen. Unten angekommen schien endlich die Sonne und all die Laubbäume strahlten in den schönsten Gelb-und Rottönen. Der Herbst ist und bleibt einfach meine liebste Jahreszeit und hier in Colorado ist es einfach am schönsten!

Die Woche nach unserem Ausflug hat mein Körper aus heiterem Himmel angefangen verrückt zu spielen. Ich hatte aus unerklärlichen Gründen einen Ausschlag verteilt über meinen ganzen Körper. Darauf folgten schlaflose Nächte und Panikattacken, weil ich einfach nicht wusste, was mit mir los war. Ich habe mich einfach unglaublich schlecht gefühlt und selbst der Arzt wusste nicht gegen was ich reagiert habe. Nach einer Woche haben die Medikamente dann endlich angefangen zu helfen und ich war froh wieder ganz normal schlafen, arbeiten und essen zu können. Für mich war die Woche die schlimmste Zeit hier in den Staaten und ich hatte zum ersten Mal den Gedanken nach Hause zu wollen, damit mich ein deutscher Arzt untersuchen kann.. außerdem fehlt einem die Mama doch sehr, wenn man keinen hat, der sich um einen kümmert. Die restliche Zeit vermisse ich dich natürlich auch, Mama 😛

Die Woche danach war glücklicherweise um einiges besser und ich war froh endlich meine Freunde wiedersehen zu können. Endlich mal wieder rumzuhängen, Pizza zu essen und natürlich ein paar Bier zu trinken tat mir unglaublich gut. Zudem bin ich an diesem Wochenende mit zwei Mädels, die ich vorher nicht kannte zum Nationalpark gefahren und ich hatte unglaublich viel Spaß mit den beiden. Wir machten jede Menge Fotos und fuhren ohne einen wirklichen Plan durch die Rocky Mountains. Ich würde euch noch viel mehr erzählen, aber ehrlich gesagt war es nicht so sonderlich spannend. Nachdem wir wieder in Denver angekommen waren, beschlossen Nina und ich noch spontan ein paar fremde Menschen zu treffen, mit denen wir dann den Abend verbrachten und Billard spielten. So eine Aktion wäre in Deutschland so gut wie undenkbar, aber hier sind die Leute einfach unglaublich unkompliziert und freundlich.

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