Abschied nehmen und #1

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Ihr denkt euch jetzt vielleicht so.. Hä wie? Wohin will sie denn jetzt schon wieder? Aber dieses Mal geht es nicht um mich, sondern mal wieder um ein Problem, das wohl jedes Au Pair kennen müsste.

Es fing schon damit an, diese Reise über den großen Teich überhaupt schon anzutreten. Man verabschiedet sich von Freunden und Familie, ist gezwungen sich wohl oder übel eine halbe Ewigkeit nicht mehr zu sehen und vergießt sogar hier und da ein paar Tränchen. Abschied nehmen ist halt, entschuldigt meine Wortwahl, ziemlich scheiße. Aber leider wird der Abschied damals nicht der einzige bleiben…
Kommenden Montag wird eine meiner liebsten Freundinnen hier die Staaten verlassen, nach Deutschland fliegen und mich hier tatsächlich ‚alleine‘ lassen. Mir gefällt dieser Gedanke so gar nicht und finde es so schade, dass ich mich jetzt schon von ihr verabschieden muss. Trotzdem geht es nun einmal nicht anders und auch wenn mit ihr alles angefangen hat und ich meine erste Freundin gefunden habe, die mir mit Rat und Tat zu Seite steht, muss ich wohl oder übel Goodbye sagen. Auf diesem Wege meine liebe Karin wünsche ich dir alles Liebe und ganz viel Glück für die erste Zeit zurück in Deutschland und hoffe natürlich, dass wir uns so schnell es geht in Deutschland wiedersehen!
Ich bin vermutlich nicht die Einzige, die sich innerhalb ihres Jahres von Jemandem verabschieden muss, aber hey man sollte sich als Au Pair wohl besser daran gewöhnen, denn auch für mich geht es in 5 Monaten tatsächlich schon in Gastfamilie Nummer 2!
Und da wären wir sogar schon wieder beim nächsten Thema.. denn ich bin tatsächlich seit dem 23.06. freigeschaltet und habe am Abend direkt mein erstes Match in meinem Account gehabt. Ihr könnt mir glauben, so aufgeregt war ich schon lange nicht mehr!

Die Mutter hat mir direkt eine super liebe Email geschrieben und ich habe mir sofort das Profil der Familie angeschaut. Sie kommen aus Virginia und haben (leider) vier Kinder. Im Großen und Ganzen wirkt die Familie echt sympathisch, jedoch gibt es einige negative Aspekte, die mich dazu bewegen werden der Familie abzusagen. Näheres werde ich euch jedoch unter meinen Matches erläutern, sonst zieht sich dieser Beitrag wieder viel zu sehr in die Länge.

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Vanessa

 

 

Pikes Peak und offizielle News

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Wie schon in meinem letzten Beitrag angekündigt, gibt es endlich Neuigkeiten! Bevor ich euch also von meinem Wochenende in Colorado Springs berichten werde, habe ich euch etwas zu verkünden. Wie einige vielleicht schon wissen, möchte ich gerne in einem anderen Staat mein Au Pair Jahr um weitere 6 Monate verlängern und nun habe ich endlich meine Bewerbung fertig gestellt, also kann die Familiensuche in kurzer Zeit losgehen!! Ich bin unglaublich aufgeregt und werde euch natürlich über jeden meiner Familienvorschläge in Kenntnis setzen.

Für diejenigen, die sich dafür interessieren, wie eine „Verlängerungsbewerbung“ aussieht, werde ich dies einmal kurz erläutern…
– Zuerst muss man sich natürlich entscheiden, wie lange man verlängern möchte und ob man den Staat wechseln möchte.
Danach wird man nach seinem jetzigen Leben als Au Pair gefragt, also wie ein aktueller Tag sowie Aufgaben und Pflichten ausschauen, welche Aktivitäten man mit der Gastfamilie macht, ob man irgendwelche neuen Fähigkeiten erlernt hat und wie man seine Freizeit gestaltet.
Danach kommt Schritt 3, nämlich einer Einverständniserklärung zuzustimmen und die Zahlungsart auszuwählen. In meinem Falle habe ich „Zahle später“ ausgewählt, sodass ich erst spätestens einen Monat vorm Ende meines Jahres zahlen muss (ungefähr 370$).
Nachdem auch das erledigt ist, wird man nach seiner aktuellen Handynummer und der besten Erreichbarkeit gefragt und danach kann die eigentlich Bewerbung auch schon losgehen. Bei dieser Bewerbung wird besonders viel wert auf die Fahrerfahrung gelegt (z.B. ob man einen Unfall hatte, Probleme auf vielbefahrenen Straßen hat oder Erfahrungen mit winterlichen Verhältnissen hat).
Der nächste Schritt handelt sich dann um die Präferenz also den Wunsch in einem bestimmten Staat oder in einer bestimmten Stadt leben zu wollen. Das Matchingprofil wird dann aber auch wirklich nur Familien aus diesen Staaten vorgestellt und aus diesem Grund, habe ich mich klar dagegen entschieden, eine Präferenz  anzugeben.
Zuallerletzt muss man dann noch einen neuen Brief an die Gastfamilie verfassen, natürlich auch die Bildergalerie auffrischen und dann ist man (fast) bereit für die zweite Familiensuche.-

Ich bin jetzt mal gespannt, wie lange es wohl dauert wird, bis Cultural Care mich für diesen Prozess freischaltet und sobald ich meinen ersten Vorschlag habe, lasse ich es euch wissen. Für diesen Fall werde ich mir dann auch so schnell wie möglich eine neue, überarbeitete Fragenliste einfallen, sowie meinen Brief online stelle, das dann natürlich jeder gerne nutzen darf.

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Sooo, jetzt widme ich mich aber endlich meinem eigentlichen Thema, nämlich mein Wochenende in Colorado Springs. Ich bin leider schon etwas spät dran, aber trotzdem wollte ich euch all diese schönen Fotos nicht vorenthalten.
Vorletztes Wochenende stand nämlich endlich unser kleiner Trip zum Pikes Peak und ich muss sagen, so positiv überrascht war ich echt selten! Allein schon die Fahrt war wahnsinnig spannend für mich, weil ich noch nie in einer derartigen Höhe gefahren bin. Es ging es immer höher ins Gebirge und die Aussicht wurde von Meter zu Meter immer atemberaubender. Pikes Peak ist, wie ihr wissen müsst, 4.301 m (14.110 Fuß) hoch und ist einer der 53 Fourteener in Colorado. Man kann sowohl zu Fuß, mit dem Auto als auch mit einer speziellen Zahnradbahn zum Gipfel gelangen und dort oben angelangt, kommt man zum (angeblich) höchsten Souvenirshop ganz Amerikas. Außerdem ist es der meistbesuchte Mountain in ganz Nordamerika und irgendwie hoffe ich, dass in meinen letzten Monaten hier noch die Chance bekomme den Pikes Peak zu erklimmen.
Und ich habe tatsächlich noch eine weitere Touristeninformation parat, denn angeblich soll rund um den Pikes Peak schon einmal „Big Foot“ gesichtet worden sein und das war mich persönlich wahnsinnig spannend haha. Auf dem Weg zur Spitze gibt es auch einen wunderschönen See, der als Trinkwasserquelle für die Bewohner von Colorado Springs dient, und von diesem hatten wir einen wahnsinnig schönen Blick auf die schneebedeckte Spitzen der Berge.

Nun habe ich aber tatsächlich genug geredet für heute und ich lasse einfach mal die Bilder für sich selbst sprechen.

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Colorado Springs + Rocky Mountains // Reunion in Colorado

Und schon melde ich mich wieder mit dem Beitrag über das letzte Wochenende! Wie vielleicht schon einige mitbekommen haben, war die liebe Palma hier und hat mich nach sechs langen Monaten endlich besucht. Zusammen gingen wir vor einem halben Jahr zur Training School in New York und feierten somit jetzt gemeinsam unseren halbjährigen Aufenthalt in den USA.

Also fuhr ich Freitag Abend zum Flughafen um sie abzuholen und danach ging es direkt Richtung Denver, weil ich ihr unbedingt unsere schöne 16th Street Mall und Downtown zeigen wollte. Wir schlenderten eine Weile umher und setzen uns dann in ein Restaurant, um erstmal richtig quatschen zu können und die anstehenden zwei Tage zu planen.

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Am Samstag sind wir in aller Frühe los und kauften Snacks und Getränke für unseren Trip nach Colorado Springs. Auf dem Plan stand nämlich ‚Garden of the Gods‘ und ‚Seven Falls‘-zwei meiner absoluten Lieblingsplätze hier in Colorado. Wir hatten zum Glück  perfektes Wetter und hatten so die Möglichkeit jede Menge schöner Fotos zu machen.

 

 

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Wir verbrachten nach dem kurzen Abstecher zu ‚Garden of the Gods‘ eine ganze Weile bei den Seven Falls und sind dann erst spät nachmittags wieder zurück zum Auto. Eigentlich wollten wir danach noch zum Castle Rock Stern, aber blöderweise standen wir dann über eine halbe Stunde im Stau und dann sind wir stattdessen bei mir Zuhause noch in den Whirlpool gegangen und genossen den Sonnenuntergang auf unserer Terasse.

 

13346985_1227968203894495_8978253662925221466_nAm nächsten Morgen ziemlich kaputt und viel zu früh aufgewacht ging es dann auch schon bald los zu unserem nächsten kleinen Trip Richtung Rocky Mountains! Auf dem Plan stand nämlich der wunderschöne National Park und diesmal kam auch Swaantje mit und wir fuhren zu dritt Richtung Norden. Die Fahrt dauerte in etwa 2 Stunden und als wir dann endlich angekommen waren, überraschte mich leider meine Migräne und Swaantje musste das Steuer übernehmen. Sie war sozusagen meine Rettung in der Not! ❤

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Wir fuhren aufgrund des guten Wetters extrem weit hoch in die Rockies und hatten die schönste Aussicht, die ich hier jemals in Colorado hatte. Ich kann es kaum erwarten endlich in den Bergen zu campen und noch viel mehr von diesem Gebirge zu sehen.

 

Sonntag Abend sind wir dann abschließend nochmal nach Denver reingefahren und gönnten uns dann, bevor Palma wieder zum Flughafen musste einen leckeren Smoothie.

Das Wochenende war leider viel zu kurz und ich hoffe, dass sie mich vielleicht nochmal besuchen kommt und ich ihr dann noch mehr vom wunderschönen Colorado zeigen kann.

Außerdem können wir beide jetzt endlich unsere Weekend Class in San Francisco buchen, sowie den Flug und das Hostel, sodass wir dann Mitte September zusammen nach Kalifornien reisen wuhuuu. Ich freue mich soo sehr und kann es kaum abwarten 🙂

Dies bedeutet sogar noch eine zusätzliche ‚Überraschung‘ bzw. einen weiteren Schritt, den ich schon einmal erwähnt habe, aber dann in meinem nächsten Post hoffentlich offiziell gemacht werden kann. Na neugierig?

Bis dahin, eure

Vanessa

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Appearance and Reality – Au Pair

Hallo meine Lieben,

heute geht es mal wieder um ein Thema, worüber ich mich mit zwei meiner Freundinnen unterhalten habe.

Wie wirkt das Leben als Au Pair eigentlich auf andere Menschen? Was glauben ‚Fremde‘ über einen selbst, wenn man im Ausland ist und nur das Social Media das momentane Leben als Au Pair widerspiegelt?

Ich kenne einige Au Pairs, die ins Ausland gegangen sind, um endlich mal einen Tapetenwechsel zu erleben, so war es nämlich auch bei mir. Ich hatte genug von meiner Stadt, den falschen Menschen dort und wollte einfach endlich mal Abstand genießen. Raus aus Deutschland und sich selbst finden.

Jetzt nach 6 Monaten kann ich schon sagen, dass ich unglaublich stolz auf mich bin und diesen Schritt immer wieder machen würde. Ich habe viel über mich selbst gelernt und überhaupt hat man hier auch endlich die Gelegenheit über die vergangene Zeit in der Heimat nachzudenken.

Wenn man so weit von Zuhause weg ist, merkt man nun mal endlich wer und was im Leben wirklich zählt. Die ach so vielen ‚Freunde‘ beschränken sich dann innerhalb von 2-3 Monaten auf eine Handvoll, die sich wirklich bei dir melden und sich für dich interessieren und dann wird dir endlich bewusst, dass du mit einigen Leuten nur befreundet warst, weil du sie tagtäglich gesehen hast.
Und dann gibt es auch noch die Leute, die man eigentlich nur flüchtig kannte und sich jetzt bei dir melden, als wärt ihr die besten Freunde gewesen.

‚Oh ich würde dich so gerne besuchen!‘ – ‚Schickst du mir eine Postkarte?‘- ‚Ich bin so neidisch, ich wünschte ich könnte auch ins Ausland.‘ 

Ganz ehrlich, so etwas nervt uns doch alle, oder? Die meisten Leute wissen überhaupt nicht, was es bedeutet ein Au Pair zu sein, denn die wirklich harten Seiten dieses Jobs zeigt fast keiner auf den Social Media Seiten – so auch ich nicht.

Wer möchte schon zeigen, dass man innerhalb der Woche mit Augenringen und zersausten Haaren die Wäsche macht, die Küche putzt, sich um Kind und Hunde kümmert und dann nach einem langen Arbeitstag todmüde ins Bett fällt?  Andere Au Pairs werden angesabbert, haben Babykotze an den Klamotten, kümmern sich um 4 Kinder oder arbeiten über 10 Stunden am Tag.

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Die Wahrheit innerhalb der Woche

Ist doch verständlich, dass man dann lieber auf Instagram und Co. zeigt, wie man von dem hart verdienten Geld irgendwo am Strand lag oder einen Roadtrip gemacht hat, oder? Das heißt aber noch lange nicht, dass das Leben als Au Pair nur aus Friede, Freude, Eierkuchen besteht.

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Mein perfektes Leben am Wochenende

Also Leute lasst euch nicht davon blenden und urteilt nicht ohne wirklich zu wissen, was wir hier eigentlich machen. Und alle, die neidisch sind  (denn das sind aus unserer Erfahrung einfach die meisten Leute) wagt den Schritt doch einfach selbst und verschwendet nicht die Zeit damit, über andere zu reden oder sogar zu lästern.

 

Denkt darüber nach und lasst mir gerne einen Kommentar da, wie ihr über dieses Thema denkt! 🙂

Vanessa