We did it!! Reunion in Colorado!

Hallo ihr Lieben,

nach einem sehr erfolgreichen und erlebnisreichen Wochenende melde ich mich mit jeder Menge Fotos und Geschichten wieder. Wie die meisten vielleicht schon mitbekommen habe, hat mich am Wochenende meine Freundin Lena, die ich aus Deutschland kenne, die aber auch ein Au pair Jahr seit Sommer letztes Jahres in Alexandria, Virginia macht. Ich war unglaublich happy sie endlich nach Monaten wieder zu sehen und glücklicherweise war es kein Stück komisch und es fühlte sich an als hätten wir uns nur eine kurze Zeit nicht gesehen. Nachdem ich sie am Samstag vom Flughafen abgeholt habe fuhren wir nach Downtown Denver und wir entdeckten zusammen die Stadt. Auch wenn ich schon seit 2 Monaten hier bin, habe ich noch lange nicht alles in Denver gesehen und somit war es auch für mich spannend ohne Ende. Wir parkten in einem Parkhaus und erkundeten zu Fuß die Stadt. Wir liefen zum Denver District Court, liefen durch den Civic Center Park zum Capitol um Fotos zu machen. Wir hatten solch ein Glück mit dem Wetter und Lena konnte es kaum fassen, wie warm es doch sei. Danach wollten wir zur 16th Street Mall und liefen auf der Colfax Avenue, wo wir dann dezent von Leuten auf der Straße beleidigt worden, aber so etwas solltet ihr einfach immer ignorieren und weitergehen! Die Colfax Avenue ist übrigens die längste Straße in Amerika und bekannt für Motels, Prostitution, Drogen u.s.w.. ein Grund dafür, dass ich nachts niemals ohne Begleitung da rumlaufen würde.  Für alle die sich einen Einblick haben wollen hier.

Danach ging es für uns auf die 16th Street Mall, meine absolute Lieblingsstraße in Denver. Von Shopping bis hin zum Essen gibt es einfach alles was das Herz begehrt. Wir gingen dann erstmal in einem supersüßen Laden frühstücken bzw. brunchen und danach touri-gemäß in einen Laden für Postkarten & Co. Von solchen Erinnerungen kann man aber meiner Meinung nach niemals genug haben!

Nach einem kurzen Stopp beim Convention Center, um ein Foto mit dem blauen Bären zu machen, beschlossen wir dann zu dritt (ein Freund von mir war noch dazu gestoßen) zum Red Rocks Amphitheatre zu fahren. Es hat sich wirklich gelohnt noch so spontan da hin zu fahren, es war super warm und ich war auch zum ersten Mall da. Ich kann es kaum erwarten dort zu meinem ersten Konzert zu gehen! Wir verbrachten da also ein paar schöne Stündchen und machten uns dann endlich auf zu meinem Tattoo Studio, denn ja tatsächlich an diesem Tag war es endlich so weit und ich bekam meine zwei ersten, heißgeliebten und erwarteten Tattoos.

Wir fuhren also zu Dedication Tattoo und aßen vorher noch zur Beruhigung ein paar leckere Kleinigkeiten in einem supersüßen Shop.
Wie es sich heraus stellte hatte meine Freundin dann auch tatsächlich die Gelegenheit sich am selben Tag eine Erinnerung für Washington DC stechen zu lassen und schon waren wir beide wahnsinnig aufgeregt und konnten es gar nicht erwarten. Meine männliche Begleitung konnte uns aber glücklicherweise etwas beruhigen, da er schon jede Menge Tätowierungen hat. Als es dann endlich soweit war und ich auf der Liege lag, war meine Nervösität plötzlich verschwunden, denn das Surren der Nadeln im Laden beruhigte mich ungemein. Meines Empfindens nach tat es auch gar nicht weh, war zwar etwas unangenehm aber ich hatte im Nachhinein mehr Schmerzempfinden als beim Tätowieren an sich. Meine Freundin war kurz vor mir fertig und wir waren vollkommen überwältigt von diesem Gefühl, besonders sie natürlich, weil es für sie so spontan war.
Für alle die sich im Raum Denver tätowieren lassen wollen und vielleicht sogar das erste Mal kann ich euch auf jeden Fall Jason Boatman von Dedication Tattoo empfehlen!
Danach ging es dann zwar mit schmerzenden Schulterblättern, aber vollgepumpt mit Glücksgefühlen zurück zu meinem Haus, wo Lena dann zum ersten Mal auf meine Gastfamilie traf. Es ist immer ein tolles Gefühl, wenn andere meine Gastfamilie kennenlernen, weil sie einfach so super lieb und lustig sind und ich mir keine bessere vorstellen könnte.

 

Müde sind wir dann am Samstag Abend ins Bett gefallen und standen am nächsten Morgen um 7 Uhr auf und gönnten uns ein königliches Frühstück. Wir brauchten schließlich Energie für unseren Roadtrip Richtung Garden of the Gods und Seven Falls. Wir hatten zum Glück perfektes Wetter und kamen bei traumhaften Sonnenschein in Colorado Springs an. Wir fuhren durch die rötlichen „Berge“ von Garden of the Gods, machten ein kleines Picknick, natürlich auch jede Menge Fotos und genossen den Sonnenschein und den atemberaubenden Ausblick. Danach fuhren wir ins Visitor Center zum Postkarten Shopping und entdeckten die Geschichte von Garden of the Gods.
Wir hatten ein paar tolle Stunden, mussten dann aber Richtung Seven Falls aufbrechen. Seven Falls ist ein Wasserfall an dem Treppenstufen vorbeigehen, was für mich persönlich einfach nur total toll klingt!

Dort angekommen parkten wir und fuhren mit einem Shuttle hoch zum South Cheyenne Cañon. Ausgestattet mit einer Karte machten wir uns dann auf Richtung Seven Falls und hatten unsere erste richtige Hiking Tour. Kurz vor dem Wasserfall kann man mit einem Aufzug innerhalb eines Berges zu einer Aussichtsplattform gelangen, was wir uns natürlich nicht entgangen lassen haben. Von dort oben hatte man tatsächlich einen Wahnsinns Ausblick, der einem für kurzen Moment den Atem stocken ließ.
Nachdem wir wieder unten angekommen waren, begaben wir uns zu den gefürchteten Treppenstufen, die wirklich einfach nur endlos aussahen. Angst war untertrieben, denn ich habe ziemliche Höhenangst, aber egal.. Zähne zusammen gekniffen und hochgestapft. Nach der Häfte der 224 Stufen waren wir schon richtig erschöpft, aber wir schafften es dann im Endeffekt doch oben anzukommen. Leider war der Wasserfalls nicht im vollen Umfang zu sehen, da der größte Teil noch zugefroren war, jedoch kann ich dieses Naturerlebnis jedem empfehlen, der sich dafür interessiert. Ich bin mir sicher, dass ich im Sommer wiederkommen werde!

Der Weg nach unten war leider genauso angsteinflößend, aber irgendwie haben wir es dann doch geschafft wieder heil und sicher unten anzukommen. Wir warteten dann noch auf eine Bimmelbahn um wieder zum Shuttle-Service zu gelangen und hatten jede Menge Spaß auf unserem Weg den Berg hinunter. Übrigens für alle, die dieser Trip interessiert.. Seven Falls kostet inklusive Shuttle Service 10$ pro Person, lohnt sich aber definitiv!! (Checkt die Preise aber besser nochmal im Netz)

Am nächsten Tag stand dann Roadtrip Nummer 2 auf dem Plan und wir fuhren früh morgens Richtung Estes Park zum Eingang des Rocky Mountain National Park!! So lange am Stück bin ich in Deutschland noch nie gefahren und deshalb waren diese 2 Stunden etwas ermüdend für mich. Selbst die Fahrt hat uns solch wahnsinnig schöne Aussichten beschert.. wir sind durch kleine Dörfer, an Schluchten vorbei, an Blockhütten und sahen die schönsten Postkarten-Aussichten, die ein Fotoapparat überhaupt nicht festhalten kann. In Estes Park angekommen hielten wir am See names Estes Lake an, machten eine kurze Pause und schossen natürlich ein paar Erinnerungsfotos. Danach ging es weiter Richtung National Park und wir waren tatsächlich so gut wie da. Am Eingang machten wir wieder ein paar unvergessliche Bilder und fuhren zum Schalter, wo wir dann beim Ranger den Eintritt bezahlten (20$ pro Auto). Wir bekamen zusätzlich noch eine Karte zur Orientierung und sahen dann tatsächlich nach wenigen Minuten Fahrt schon eine riesengroße Herde Rehe. Es war ein unglaublicher Moment diese schönen Tiere in der freien Natur zu sehen. Die Rehe in Colorado sind einfach null vergleichbar mit denen, die man aus Deutschland kennt.

Nach diesem Anblick hofften wir natürlich noch weitere Tiere zu entdeckten, was dann aber leider nicht passiert ist. Trotzdem war es im National Park einfach nur wunderschön und jeder der in Colorado Urlaub macht oder sein Auslandsjahr hier verbringt, sollte den Park sowohl im Winter als auch bei wärmeren Wetter mal besucht haben. Wir nutzen natürlich mal wieder die Gelegenheit ein paar Andenken im Visitor Center zu kaufen und als wir so gut wie alles vom Park gesehen haben (vieles vom Park ist im Winter geschlossen) machten wir uns auf den Weg Richtung Boulder, denn dies war der nächste Punkt unseres Montags-Roadtrip.

Durch Boulder fuhren wir einfach nur ein bisschen herum und schauten uns die verdammt schöne Universität an. Relativ unspektakulär, deshalb gibt es davon auch keine Fotos von uns.
Da wir uns für den Abend mit meiner Gastfamilie zu meinem vorzeitigen Geburtstagsessen verabredet haben, fuhren wir noch schnell nach Golden zum Lookout Mountain. Diesen Ausblick kann ich einfach nur jedem empfehlen!! Es ist wunderschön, wenn man oben angekommen ist und hat einfach den kompletten Blick über die ganze Stadt. Generell kann man hier in Colorado einfach meilenweit schauen und das macht den Staat für mich einfach zu etwas absolut Sehenswerten.

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Beautiful view!

Abends waren wir dann mit meinen Gasteltern im Red Lobster essen und hatten einen tollen und lustigen Abend. Zuhause angekommen bekam ich dann einen wahnsinnig leckeren Cheesecake Geburtstagskuchen, Blumen, einen Luftballon und mein Geschenk… nämlich ein Football Jersey vom Spieler Von Miller und meine Freunde war riesengroß, denn das hatte ich mir tatsächlich gewünscht, damit bin ich jetzt endlich offiziell Broncos Fan mit eigenem Jersey!! Zusätzlich habe ich noch eine Giftcard von American Eagle bekommen und bin wirklich total glücklich über meine Geschenke 🙂

Wir sind dann natürlich bis 12 Uhr wach geblieben (Lena mehr oder weniger freiwillig haha), weil ich dann ja schließlich offiziell nach Colorado Time Zone Geburtstag hatte und dann hat mir Lena ihre Geschenke gegeben, welche ich echt super süß fand!!
Nun besitze ich Handdesinfizierer vom weißen Haus, Seife mit Kirschblütengeruch aus DC, eine Postkarte, Washington DC Sticker und eine Scratch Map, über die ich mich am meisten gefreut habe, denn nun kann ich immer schön die Staaten und Länder auskratzen an denen ich schon war. An dieser Stelle nochmal einen lieben Gruß an Lena.. und danke für das wahnsinnig tolle Wochenende!!

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Happy Birthday to me!
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Von Miller Jersey
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Broncos Jersey

Am nächsten Tag musste Lena nämlich wieder nach Virginia fliegen und ich habe an meinem Geburtstag zusätzlich auch gearbeitet, weil ich keinen Urlaubstag verschwenden wollte. So stand ich ganz normal um 6:30 Uhr auf, machte die üblichen Dinge und als ich dann alles mit Lenas Hilfe erledigt hatte, sind wir dann noch zum Daniels Gate Park in meiner Nähe, haben die letzten Stunden genossen und sind ein bisschen gewandert.
Danach habe ich Lena dann zum Flughafen gebracht und unser Abenteuer Wochenende war leider zu Ende.

Es waren wirklich ein paar tolle Tage und wir haben unglaublich viel gesehen.. deshalb haben wir jetzt beschlossen, dass ich Lena im Mai in Virgina besuchen werde und sie mir Washington DC zeigt und wir gemeinsam die Stadt unsicher machen. Ich kann es wirklich kaum abwarten und es musst nur noch der Flug gebucht werden und dann heißt es mal wieder „Hallo Ostküste“!!

Ich hoffe, ich habe mich so kurz wie möglich halten können.. es ist nun mal viel zu viel an diesem Wochenende passiert und wollte euch unbedingt daran teilhaben lassen. Sollte irgendjemand Fragen haben oder Tipps zu den Orten möchte, kann er oder sie sich gerne bei mir melden und für weitere Fotos könnt ihr mir gerne auf Instagram folgen!!

I fell in love with Colorado

eure Vanessa

 

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2. Monatsjubiläum!

Ja tatsächlich war es schon soweit.. seit dem 4. Februar bin ich doch tatsächlich schon seit 2 Monaten hier im wunderschönen Colorado. Die Zeit verfliegt mir einfach viel zu schnell und bald steht schon mein Geburtstag an. Überhaupt ist das letzte Jahr seit meinem 18. Geburtstag unglaublich schnell umgegangen und es kommt mir vor wie gestern, dass wir in Köln am Rosenmontag gefeiert haben. Hach Köln, wie ich dich doch in den letzten Tagen vermisst habe. Für einen Karnevals-Liebhaber für mich ist es einfach nur schwer zu dieser Zeit in einem Land zu sein, der dieses Fest kein Stückchen feiert.. so saß ich hier also mit einem lachenden und einem weinenden Auge und habe mir all die Karnevals-Party-Sauf-Kostüm-Geschichten angeschaut und angehört und meinen Gasteltern erstmal schön erklärt, dass alle meine Freunde gerade besoffen zur besten Musik überhaupt abgehen. Puuh da wird man doch glatt emotional, aber zum Glück habe ich ja genug um die Ohren, sodass ich nicht die ganze Zeit daran denken musste, wie sehr ich den Karneval doch vermisse. Außerdem haben wir diesen Sonntag doch tatsächlich den SuperBowl gewonnen und mit wir meine ich die Denver Broncos!! Wir haben hier zuhause gefeiert und es war einfach unbeschreiblich, ich bin so stolz auf „mein“ Team und auch wenn ich in Deutschland nie Fan von all diesen Mannschaftssportarten war, ist es hier irgendwie viel mitreißender. Und ich bin mir sicher, bald habe auch ich mein Broncos Jersey und verstehe Football ohne verwirrt vorm Fernseher zu sitzen. Go Broncos!

Zur Feier meines 2 Monatsjubiläum (wusste nicht wie ich das sonst nennen soll) möchte ich euch gerne einmal näher bringen was ich denn alles schon gesehen, gemacht und so schnell es geht machen will. Ich habe nicht nur vieles auf meiner To-Do Liste schon abhaken können, sondern fühle ich mich auch um einiges reifer und verantwortungsbewusster. Ich komme mit Stresssituationen besser klar, werde immer mehr zu einem Organisationstalent und bin einfach nur stolz auf mich, dass ich den amerikanischen Alltag so problemlos meistere.
Ich habe mich um Papierkram gekümmert, bin jetzt bei einem College Kurs angemeldet, fahre sicher auf den amerikanischen Straßen, gehe mehr oder weniger verantwortungsbewusst mit meinem Verdienst um und merke langsam wie mein Englisch sich von Tag zu Tag verbessert. Ich koche sowohl amerikanisch als auch deutsch (Schnitzel und Bratkartoffeln) für meine Familie, spiele gleichzeitig Baby und Dogsitter, schreibe nebenbei noch Einkaufslisten und schaffe es tatsächlich regelmäßig Sport zu machen. Ich kann wirklich nicht oft genug betonen, wie stolz ich auf mich bin und dass ich von Tag zu Tag erwachsener werde ohne meinen Spaß an diesem Job zu verlieren.
Meine Gastfamilie unterstützt mich wo es nur geht, wir arbeiten als Team zusammen, lachen und reden über alle möglichen Themen, oder gucken einfach nur einen Film.

Ich lerne tolle Leute kennen, baue Freundschaften auf, sehe unglaubliche Plätze und hatte schon mehr als einen Gänsehautmoment, weil ich einfach begriffen habe, wo ich hier eigentlich gelandet bin. Nämlich im schönsten Staat, den man sich vorstellen kann! Ich hätte nie gedacht, dass ich mich jemals zu einem anderen Ort als zu meiner Heimat so verbunden fühlen könnte, aber jetzt weiß ich.. diese Liebe hält ewig an! Vielleicht geht diese Liebe auch bald schon unter die Haut?

Das kommende Wochenende wird hoffentlich genauso spektakulär, wie ich mir das vorstelle und ich kann es kaum erwarten Lena am Flughafen endlich durchknuddeln zu können. Wenn man so weit von seinen Freunden entfernt ist, weiß man einfach auf wen man zählen kann und auf wen nicht. Ich bin mir sicher, dieses Wochenende wird unvergesslich! 4 Tage sind es noch und wir haben 3,5 Tage Zeit um Colorado zu entdecken und ich weiß jetzt schon, dass sich Lena genauso verlieben wird wie ich.

Seid gespannt auf die Fotos!

Bis dahin
Vanessa

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