First Month done + California

Und da bin ich schon wieder und melde mich mit einer dicken Erkältung aus dem wunderschönen Kalifornien. First of all, ist es wirklich supertoll hier (leider nur 15-2o°C) und ich bin in jede einzelne Palme, die ich sehe verliebt.
Ihr müsst wissen, ich bin hier nicht um Sightseeing zu machen und um zu allen Hotspots zu fahren, nein.. es ist ein Urlaub mit meiner Gastfamilie. Heißt also: ganz viel Essen und jede Menge verrückter, lieber Menschen um mich herum.
Die Familie meiner Gastmutter hat mich unglaublich lieb aufgenommen und auch wenn es manchmal zu viele Menschen um mich herum waren, habe ich mich doch die meiste Zeit wie „Zuhause“ gefühlt.
Am meisten werde ich definitv den kleinen zweijährigen Neffen meiner Gastmutter vermissen.. der Kleine ist mir so sehr an’s Herz gewachsen!
Ich bin jetzt genau 9 Tage hier, aber da schon so vieeel passiert ist versuche ich das alles ein bisschen zusammenzufassen

20.12.
Unsere Ankunft in Kalifornien und ich habe direkt die Familie meiner Gastmutter kennengelernt. Wir haben dann im Anaheim Packing District gegessen, danach zur Schwester meiner Gastmutter nach Yorba Linda gefahren, da habe ich dann auch den kleinen zweijährigen Neffen zum ersten Mal in echt gesehen (die 253427x via Facetime gelten jetzt mal nicht) und der ist wirklich zum knuuuutschen! Später ging es nach Hacienda Heights zur Mutter meiner Gastmutter und dann zum Irvine Park in Orange County, wo ein Weihnachtsdorf aufgebaut wurde und wir fuhren mit einer Weihnachts-Eisenbahn.

21.12.
An dem Tag habe ich dann weitere Familienmitglieder kennengelernt und wir haben Tamales gemacht.Ziemlich entspannter Tag, den wir eigentlich nur zuhause verbracht haben.

22.12.
Ich war mit meiner Gastmutter, ihrer Schwester, ihrer Mutter sowie ihrer Tante sowie dem kleinen Neffen in einer Mall in Brea und half bei den letzten Einkäufen Weihnachten. Abends ging es dann mit den Kids, der Oma und der Großtante in ein Kino in Puente Hills um den neuen Star Wars zu sehen und der war einfach vieeel zu gut!!

23.12.
Wir fuhren nach San Diego und es war einfach nur schön! Wir aßen draußen im Peohe’s mit dem Blick auf San Diego Downtown, ich kaufte ein paar Andenken und danach fuhren wir mit der gesamten Truppe zum Stadium namens Petco Park: San Diego Padre Stadium. Dort wurde ein Winterwunderland aufgebaut (inklusive Icetubing, Riesenrad und und und). Als gelungenen Abschluss des Tages aßen wir Leckereien bei Extraordinary Desserts und fuhren todesmüde zurück nach Hacienda Heights.

24.12.
Alle in Deutschland zelebrierten Weihnachten und ich gammelte mit meiner Gastfamilie nach dem Kirchenbesuch (das war komischerweise nicht viel anders als in einer katholischen Messe in Deutschland) zuhause rum und wir aßen mal wieder jede Menge.

25.12. 
Der Weihnachtsmorgen war alles andere als weihnachtlich. Es war unglaublich komisch und null festlich. Die Kinder packten ihre Geschenke aus und alles drehte sich nur noch darum. Wir fuhren zu Freunden der Familie und da ging es dann weiter mit Essen, Gesellschaftsspielen (Bingo auf Spanisch), Geschenkeaustausch sowie weiteren Traditionen der Familie.

26.12.
Ich fuhr mal wieder mit meiner Gastmutter, ihrer Mutter und Schwester zum Shopping in eine Mall und löste einen Teil meines H&M Gutscheins ein. Abends ging es dann zu Lucille’s Smokehouse Bar-B-Que nach Chino Hills und es wurde mal wieder köstlich gespeist.


27.12.
Früh morgens ging es auf einen Trip mit Freundinnen der Hostmum, wo ich irgendwie das 5te Rad am Wagen war, hatte aber dennoch einen lustigen Tag.. bis dann meine Erkältungssymptome schlimmer wurden und ich am darauffolgenden Tag krank im Bett bleiben musste.

29.12.
Mir ging es wieder besser und somit führen wir nach Los Angeles Downtown ins Grammy Museum. Es war wirklich super interessant und es fühlt sich gut an in L.A. gewesen zu sein, obwohl es nun wirklich nicht so war wie ich es mir vorgestellt habe haha. Danach ging es zum Bowling ins L.A. Live Lucky Strike. Der Abend wurde dann entspannt auf dem Sofa verbracht.

Morgen werden wir zur Schwester meiner Gastmutter nach Yorba Linda rüberziehen, also heißt es für mich gleich mal wieder Koffer packen und mein Chaos organisieren. Ich bin gespannt, wie Neujahr in Amerika gefeiert wird und freue mich schon sehr! Traurig nur, dass wir nur noch bis zum zweiten Januar hier bleiben – die Familie meiner Gastmutter ist mir in der kurzen Zeit so sehr an’s Herz gewachsen…

Und weil ich morgen exakt einen Monat in den Staaten bin, wollte ich zusätzlich noch ein paar Gedanken loswerden.
Ich habe unglaublich viel in dieser ersten Zeit erlebt. Überhaupt war das Jahr 2015 ein riesengroßes Hin und Her. Ich habe mein ABI geschafft, ich war fast einen Monat lang in Spanien, ich bin über meinen eigenen Schatten gesprungen, habe Freunde gewonnen, habe Freunde verloren, die gar keine waren, habe gelacht, geweint und Fehler gemacht, habe diesen Schritt gewagt und bin nun hier tausende Kilometer entfernt in den Staaten gelandet, habe gesundheitliche Schwierigkeiten gemeistert und bin nun irgendwie auf der Suche nach mir selbst. 2016 wird mein Jahr und jajaja, den Spruch hört man doch immer am Ende des Jahres, aber ich glaube dieses Jahr im Ausland wird die beste Gelegenheit für mich meine Ziele zu erreichen. Es wird eine anstrengende, nerven-zerreißende Zeit in der ich mich bestimmt oft einfach nur nach Hause in mein Bett wünsche, um mir meine Decke über den Kopf zu ziehen. Aber ich weiß, dass es das auf jeden Fall wert wird!

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Week #2

Nun wollte ich euch über meine zweite Woche bei meiner Gastfamilie berichten, aber diesmal etwas weniger ausführlich.
Ich fühle mich wirklich wohl in Colorado, die Gegend ist unglaublich schön und es hat diese Woche auch einmal richtig stark geschneit, sodass mein Kleiner schulfrei hatte. Ich konnte dementsprechend also ein bisschen länger schlafen (und da sag ich ja nicht nein).

Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass ich zum ersten Mal auf amerikanischen Straßen und dem Highway gefahren bin (oh my gooosh) und ab diesem Zeitpunkt mit meiner Hostmum als Beifahrerin den Kleinen immer in die Schule brachte?
Das wird sich nächsten Monat aber wieder ändern und dann bin ich vollkommen auf mich allein gestellt. Mir macht die Arbeit immer noch Spaß (ohja nach ganzen zwei Wochen will ich noch nicht nach Hause). Ich bin zum Glück ja echt kein Heimwehkandidat, so wie ein Mädchen aus meiner Training School, die jetzt für ihren Rückflug spart, weil sie keine Lust mehr hat und sich in den Staaten nicht wohl fühlt.
Leute, ernsthaft.. man sollte sich da irgendwie vorher drüber Gedanken machen, bevor man in den Flieger steigt und über Tausend Euro für die Programmgebühr und bla bla bla ausgibt. Ich für meinen Teil, bin mir zu 100% sicher, dass ich dieses Jahr durchziehen werde, mit all seinen Höhen und Tiefen.
Es gab schon jetzt Momente in dne letzten zwei Wochen in meiner Gastfamilie, die mich einfach nur zum Lächeln/Lachen gebracht haben, sodass ich mich kein Stück fremd gefühlt habe.

Momente, in denen mein Kleiner mir einen Schmatzer auf die Wange gibt oder unbedingt neben mir sitzen will im Wartezimmer beim Arzt.
Momente in denen meine Hostmum laut bei Justin Bieber im Radio mitsingt und sich danach aufregt, weil sie ihn ja eigentlich so gar nicht mag.
Oder Momente, in denen ich mit meiner Hostmum durch Target renne und Barcodes mit dem Handy einscanne, weil wir eine supercoole ShoppingApp für uns entdeckt haben.
Momente, in denen ich Jokes mit meinem Gastvater reiße und mein Gasthund nicht mehr von mir runter gehen will, weil er mich ja so gerne auf der Couch begräbt.

Ich bin wirklich dankbar für all diese vielen kleinen Momente!

Das soll jetzt nicht heißen, dass das Abenteuer Au Pair nur rosarot und voller Sonnenschein ist. Es gab auch Momente da war mein Kleiner schlecht drauf und ich kam nicht alleine mit der Situation klar und musste einen Erwachsenen dazurufen.. Au Pair sein ist anstrengend und es dauert seine Zeit bis man sich tausende Kilometer entfernt von seiner Heimat zuhause fühlt, aber das ist es auf jeden Fall wert meine Lieben und was auch immer Negatives auf euch zukommt, gebt nicht auf, nur weil ihr einen schlechten Tag. Ich bin mir sicher, dass all die anderen Au Pairs und ich eine tolle und unvergessliche Zeit haben werden (solange wir nicht aufgeben).

Kleine Zwischeninfo mal so nebenbei.. ich sitze gerade mit meiner Hostfamily im Flieger Richtung Orange County, Kalifornien (jaaaha seid neidisch) ich freu mich tierisch!!!
Ich bin gespannt, was diese zwei Wochen so bringen werden und ich freue mich sehr, die Familie meiner Gastmutter kennenzulernen (die ich so gut wie jeden Tag schon über Skype begutachten konnte, weil meine Gastmutter einfach alle paar Stunden mit denen quatschen muss haha). Diese Familie ist einfach super amüsant und ich bin mir sicher, dass mir in der nächsten Zeit auf keinen Fall langweilig werden wird.

Aber hey, ich schweife total ab und was ich ja eigentlich erzählen wollte war, was die Woche über passiert ist. Mhm, da wäre zum Beispiel mein erstes (etwas unnötiges) Au Pair Meeting, wo ich einige nette Mädels kennengelernt habe. Mein erstes Mal Tanken und mein erstes Mal Bezahlen mit der neuen Bankkarte (ich liebe Freitage jetzt nicht nur, weil Wochenende ansteht, sondern auch weil mein Gehalt dann eintrudelt hehe).
Außerdem habe ich meine Social Security Number beantragt, sowie meinen Führerschein (da kommt leider noch eine praktische Fahrprüfung auf mich zu, aber whatever das wird easy).
Nachdem der ganze Papierkram erledigt war, haben meine Gastmutter und ich uns dann lecker Sushi gegönnt. Ich habe mit meinem Kleinen im Schnee gespielt, wir waren lecker Frozen Yoghurt essen und mit meiner Hostmum hatte ich den ein oder anderen Grocery Store Tag…Ich finde es einfach so toll, dass die Interessen meiner Gastfamilie und meine so wahnsinnig gut zusammenpassen… jetzt nach der zweiten Woche bin ich mir noch sicherer, dass das wirklich mein Perfect Match ist und ich keinen Fehler bei der Auswahl der Familie gemacht habe.

So, aber nun genug geschrieben.. der nächste Beitrag wird dann über Kalifornien sein, über Weihnachten und all den lustigen Kram, den wir machen werden (wuhu exciteeed).

Bis dahin wünsche ich euch allen ein wunderschönes und besinnliches Weihnachtsfest egal wo ihr auf dem Planeten gerade rumlungert.

Fühlt euch gedrückt

eure neszwa

Week #1

5. Dezember

Nach meiner ersten Nacht im neuen Zimmer (ich durfte zum Glück ausschlafen) „versuchte“ ich mich frisch zu machen – es hat nämlich gedauert bis ich das Türschloss, sowie den blöden Duschhahn verstanden habe. Irgendwann hat es aber dann doch geklappt, ist nun mal alles anders hier. Darauf folgte mein erstes richtiges amerikanisches Frühstück (das in der Training School gilt nicht haha)- Bacon & Scrambled Egg – i love it!! Danach bekam die Familie von mir meine Gastgeschenke und sie haben sich alle sehr gefreut, besonders über die Schokolade natürlich!
Mit Jo. ging es dann ab in’s Couchzimmer, wo wir zusammen eine Bude bauten und daraufhin schmückten wir zusammen mit dem Host Dad den Baum. Ich liebe amerikanische Weihnachtsbäume 🙂
Nach der ganzen Family Time fuhren wir zu viert durch die Gegend und mir wurde wirklich aaalles gezeigt, all die wichtigen Plätze und natürlich auch die ganzen Shops. Zusammen mit meiner Host Mum kauften wir noch ein paar Hosen für den Kleinen ein und als wir zurück zum Auto kamen, ging doch tatsächlich das Auto nicht an haha.
Meiner Host Mum war das ein wenig peinlich, aber mein Host Dad lachte nur und wir riefen den Notfalldienst an. Eigentlich wollten wir in den Zoo in Denver zu einer Lichterparade, aber weil es dann wegen dem Auto doch zu spät geworden ist, fuhren wir Richtung Denver und suchten ein leckeres Restaurant – nach langem Hin und Her saßen wir dann im Park Burger in Highlands Ranch und aßen leckere Burger und Sweet Potatoe Fries.

6. Dezember

Der Sonntag war ziemlich unspektakulär – meine Host Mum zeigte mir nochmal ein bisschen die Gegend, wir fuhren ein paar Lebensmittel einkaufen und wir gingen in ein Beauty-Geschäft, wo sie sich beraten ließ und Dinge für über 100$ kaufte. Ich will auch, oh my gosh!
Danach zeigte sie mir all die Dinge in der Küche und wo ich alles finde, wenn ich was suchen sollte. Zwischendurch gab sie mir immer wieder Tipps, wie alles etwas einfacher für mich wird. Diese Frau ist einfach unglaublich nett und verständnisvoll! Nach all dem Kram hatte ich dann Zeit für mich und trotzdem hat es mir richtig Spaß gemacht mit meinem Jüngsten rumzuhängen. Danach war ich aber ziemlich früh im Bett, die Zeitumstellung und die dünne Luft hier macht mir schon ziemlich zu schaffen.

7. Dezember

Mein erster Montag – ergo erster Schultag!! Meine Host Mum wird mir die ganze Woche über helfen, sodass ich noch gar nichts selber machen muss und erst nach und nach selbstständiger werde. Also hieß es heute morgen für mich um 7:00 fertig in der Küche zu sein, um mitzuhelfen das Frühstück sowie sein Lunch für die Schule vorzubereiten. Danach heißt es Jo. aufzuwecken, was mehr oder weniger schwieriger ist, aber das kriege ich auch locker alleine hin. Mein Host Kid muss pünktlich in der Schule sein, also müssen wir hier spätestens um 8:oo losfahren damit keine Zeitprobleme entstehen.
Vor der Schule haben wir dann noch ein bisschen „Spelling“ gemacht, weil der Kleine am Donnerstag einen Test schreibt, deswegen musste ich auch abends mit ihm ein paar Seiten lesen. All die Aufgaben sind nicht wirklich schwer und ich bin mir sicher, dass ich alles problemlos hinbekomme.
Nachdem wir Jo. bei der Schule abgesetzt haben, ging es nochmal kurz nach Hause zum Frühstück. Danach hatte meine Host Mum einen Physio-Termin in Castle Rock und um mir auch diese Gegend zu zeigen fuhr ich mit. In C. R. ist außerdem ein riesiges Outlet Center, wo ich definitiv so schnell wie möglich hin will.
Wir fuhren dann noch in einen Bastelladen und dann ging es auch schon wieder zu der Schule um den Kleinen abzuholen. Irgendwann nachmittags eröffneten wir auch noch meinen Bank Account, damit ich immer freitags mein Gehalt überwiesen bekommen kann.
Die Zeit vergeht hier wirklich wie im Flug. Zuhause angekommen war wieder ein bisschen Freizeit und danach zeigte mir meine Host Mum alles rund ums Dinner, ums Essen generell und die Küche. Pretty easy und mir gefällt das alles wirklich sehr. Nach dem Dinner habe ich dann noch mit dem Kleinen gelesen und jetzt sitze ich hier, bin off und schreibe meinen Blogbeitrag, den ihr aber erst lesen werdet, wenn die Woche vorbei ist 🙂

8. Dezember

Ich beginne langsam selbstständiger zu werden und bereite das Frühstück, sowie den Schulsnack für den Kleinen komplett alleine vor. Nach dem Frühstück machte ich einen Spelling Test mit ihm, wobei ich ein paar Sätze vorlese und er diese dann richtig niederschreiben muss. Nach der Schule musste er dann auch noch lesen, weil am Donnerstag ein Test in der Schule stattfindet. Aber ich denke, er ist ganz gut vorbereitet.
Als Jo. in der Schule war, haben meine Hostmum und ich das Essen für den Tag vorbereitet.. in diesem Fall Gehacktes mit Nudel und Käsesauce. Das Essen hier zuzubereiten ist supereinfach, aber leider auch nicht sonderlich frisch und die Konservierungsstoffe und den ganzen Zucker schmecke ich ziemlich raus.
Nach der ganzen Kocherei sind wir dann in den Ort „Highlands Ranch“ gefahren, unter anderem zum Tierarzt, wo wir Pillen für Maxi abgeholt haben. Dann zeigte mir meine Hostmum noch eine gute, billige Autowaschanlange und oooh mein Gott, ein megagroßes und schönes ShoppingCenter  namens Southglenn. Da muss ich unbedingt in meiner Freizeit hin!!
Als wir Jo. von der Schule abgeholt haben, hatten wir in etwa eine Stunde Zeit bevor wir nach Arapahoe fahren mussten, weil er ein Fußballspiel hatte. War richtig cool ihn das erste Mal spielen zu sehen, nur leider haben die Kleinen verloren, weil sie gegen eine bessere Mannschaft gespielt haben. Schade, aber es war trotzdem cool und ich war sogar ein kleines bisschen stolz auf mein Hostkid 🙂
Danach sind meine Hostmum und ich vor den anderen nach Hause um das Essen vorzubereiten, sodass alles fertig ist, wenn die anderen eintrafen.
Dann ging der Tag auch schnell zu Ende.. das einzige was wir noch regeln musste, war die Sache mit meinem Au Pair Handy, was sich schwieriger erweiste als zuvor angenommen.

9. Dezember

Heute begann der Tag ein bisschen anders als sonst. Wie die letzten Tage stand ich um Punkt 6:30 Uhr auf, weil ich immer gegen 7:00 Uhr unten sein soll, um alles vorzubereiten. Jedoch war meine Hostmum schon wach und mein Hostkid lag eingewickelt in eine Decke auf der Couch. Stellte sich heraus, dass sich Jo. nicht sonderlich gut fühlte, aber nach einer Inhalation ging es ihm besser und er konnte in die Schule. Zuvor habe ich auch endlich mit meinem Hostdad alles rund um mein Handy regeln können und ich bin jetzt verlinkt zum familiären Kalender, damit ich über alles Bescheid weiß.
Nachdem wir Jo. in die Schule gebracht haben, war ich zum ersten Mal alleine zuhause, weil meine Hostmum einiges erledigen musste. Komisches Gefühl, aber ich hatte einiges zutun. Ich putzte die ganze Küche, machte die Wäsche von Jo. und von mir (das war dringend nötig), staubsaugte im Wohnzimmer und in der Küche und danach musste ich nur noch das Badezimmer der Jungs aufräumen. Das ging alles ziemlich fix und schnell saß ich gelangweilt auf der Couch rum und schaute mir Kindersendungen im Fernsehen an.
Nachdem meine Hostmum mit Verspätung wieder da war, fuhren wir fix zum KingSoopers um ein paar Einkäufe zu erledigen (most important war natürlich mein Mineralwasser haha). Danach war auch schon Zeit um Jo. von der Schule abzuholen. Nun sitze ich mit ihm auf der Couch, weil er sich ausruhen soll und meine Hostmum sitzt beim Nachbars-Frisör.
Gleich muss ich noch mit ihm lesen und wieder einen Spelling Test machen. (Der Kleine hatte null Bock und fing an rumzuheulen, danach hat aber dann wieder alles geklappt.) Und danach geht’s für mich ab in’s Bettchen.

10. Dezember

Schrecklich hat dieser Tag angefangen. Bin schon mit Kopfschmerzen aufgestanden und quälte mich nach unten, um alles für den Kleinen vorzubereiten. Er war wohl schon wach genug, weil er runter kam, um sich sein iPad zu schnappen.. ich beginne langsam dieses Ding zu hassen. Ich mag es wirklich nicht, wenn Kinder so auf die technischen Geräte fokussiert sind (obwohl ich in dem Alter bestimmt auch irgendwo vorhing). Naja, ich bereitete also alles vor und ging dann hoch, um ihm zu sagen, dass er sich fertig machen sollte.. leichter gesagt als getan. Er zickte ziemlich rum, aber zum Glück kam dann sein Vater vom morgendlichen Training und er übernahm es. Der Kleine hat natürlich viel mehr Respekt vor seinem Vater und liebt ihn über alles. In dem Moment hatte ich dann natürlich nichts mehr zu sagen (zumindestens spielt man dann für Jo. nur noch die zweite Geige, woran ich dringend arbeiten muss). Sein Vater musste aber dann den Großen in die Schule fahren, weil seine Mitfahrgelegenheit nicht gekommen ist. Blöd für mich, denn nun musste ich den Kleinen dazu bewegen seine Zähne zu putzen – und zwar richtig! Und schon ging das Drama los, meine Kopfschmerzen wurden dadurch echt nicht besser. Ich konnte ihn dann endlich dazu bewegen alles ordentlich zu machen und endlich runter zu gehen, um zu essen. Ab da lief es dann auch wieder besser, aber leider nicht für meinen Kopf. Ich hatte schon eine Tablette genommen, aber es wurde nicht besser. Meine Hostmum hatte mir vorher schon gesagt, dass ich wegen der dünnen Luft hier bestimmt noch Probleme kriegen würde und zack das waren sie!
Nachdem wir den Kleinen bei der Schule abgeliefert haben und wieder zu Hause waren, wurde es immernoch nicht besser und ich nahm diesmal eine amerikanische Ibuprofen.. mein Hostdad sagte mir, ich solle mich besser ausruhen und viel trinken, das tat ich dann auch.
2 Stunden Nickerchen später war ich wieder arbeitsfähig, kümmerte mich um die Küche, sorgte für Auslauf für Maxi, räumte Jo.’s Zimmer auf und hatte sogar genug Zeit um dick zu frühstücken und meine Zimmer aufzuräumen (mein Kleiderschrank war zuvor viel zu messy).
Ich hatte wirklich sooo viel Zeit nachmittags und hatte alles erledigt, konnte aber nichts machen, weil ich ja noch nicht mit dem Auto vetraut bin, also versuchte ich durch dies und das die Zeit totzuschlagen, bis wir dann letztendlich Jo. von der Schule abholten.
Wir fuhren nicht direkt wieder nach Hause, sondern Richtung Daniel’s Gate Park und ich hab tatsächlich einen Büffel streicheln können und habe eine Wahnsinns-Aussicht genossen!! War echt eine willkommene Abwechslung und auch Jo. hat es gefallen.
Danach stand aber Homework auf dem Plan. Der Kleine muss jeden Tag 20 Minuten lesen und das gefällt ihm echt gar nicht, das könnt ihr mir glauben. Das Drama war aber zum Glück nicht so groß, weil sein Vater kurz mit ihm diskutierte und dann klappte auch (fast) alles problemlos.
Wir aßen dann zusammen Dinner (Steak, Kartoffelpüree und Bohnen, mhmm yummy). Und jetzt sitze ich hier und bin off. Morgen ist wieder ein Fußballspiel (ist ausgefallen, wegen dem Termin der Eltern) und deshalb habe ich alles vorbereitet und ich werde auch einen Teil vom Lunch vorbereiten, dann hab ich morgen früh weniger Arbeit.

 

11. Dezember

Heute fing alles mal wieder ganz entspannt an. Ich machte alles fertig, holte den Kleinen eigenständig aus seinem Tiefschlaf und brachte ihn sogar dazu früher als sonst zum Frühstück zu erscheinen. Sein Husten wird nur leider nicht wirklich besser und mir tut es echt leid für ihn, dass er die ganze Woche in die Schule musste – aber wer spielen kann, kann nun mal auch in die Schule. Nachdem wir ihn in die Schule gebracht haben, konnte ich sogar mit Valerie und danach auch mit meinen Eltern skypen und ihnen das Haus ein bisschen zeigen. Danach fuhren meine Hostmum und ich zu einer Art Bäckerei für südamerikanische Köstlichkeiten und kauften etwas für eine Firmenparty von meinen Hostparents ein. Danach fuhren wir zu einem etwas leereren Parkplatz und ich durfte ein paar Runden drehen.. zum ersten Mal Automatik yay! War irgendwie ein krasser Moment für mich, Auto fahren ist ja eh so ’ne Sache haha. Aber meine Hostmum fand meinen Fahrstil echt gut und danach durfte ich auch fahren, als wir Jo. von der Schule holten. Erstes Mal im Carpool wuhuu exciting! War schon ein kleines bisschen stolz, aber meine Hostmum meinte, kann ich auch sein, weil nicht alle von Anfang an mit der amerikanischen Fahrweise klar kommen.
Als wir dann nach Hause kamen, hatte der Hund doch tatsächlich die gekauften Teilchen aus dem Laden gegessen und meine Hostmum war dementsprechend sauer (ich musste ehrlich gesagt total lachen)
Mein Kleiner hatte heute echt eine komisch gute Laune, aber das hielt auch nur bis zum Abend an. Wir skypten zusammen mit Kathi (einem früheren Au Pair) und danach gingen meine Hostparents zusammen zu ihrem Firmenabend. Das erste Mal alleine mit dem Kleinen.. es lief auch alles gut, wir aßen Pizza, guckten Fernsehen, spielten Tischfußball und alberten rum, aber irgendwann wurde sein Husten wieder richtig schlimm und ich brachte ihm etwas Tee mit Honig und Zitrone. Danach ging es leider immer noch nicht besser und zack der Kleine musste sich übergeben, ohje.. ich hab natürlich sofort meine Hostmum angerufen und ihm Wasser gebracht. Sie meinte, dass das öfter mal passiert, wenn er zu schlimm husten muss und ich solle ihm doch etwas Soda geben (war nur leider keine da). Ich steckte den Kleinen also vor ein paar Minuten ins Bett und hoffe nun, dass es von alleine besser wird, weil er um 9 schlafen soll. Wünscht mir Glück! (Ich saß bestimmt eine Stunde lang an seinem Bett mit Gute Nacht Musik via YouTube und wartete bis er einschlief.)

So endet dann auch meine erste Arbeitswoche und es war wirklich ein richtiges Auf und Ab, aber trotz alledem macht es mir Spaß und der Kleine wächst mir richtig an’s Herz.
Ich hoffe, dass die nächsten Wochen genauso cool werden und auch, dass unserer Urlaub in Kalifornien problemlos verläuft und der Kleine bis dahin gesund wird.
Zusätzlich muss ich sagen, dass ich unglaublich dankbar bin, dass ich so eine tolle Familie erwischt habe (eine Freundin von mir ist nämlich im Rematch gelandet und muss sich innerhalb von 2 Wochen eine neue Familie suchen).

Bis dahin, eure Neszwa

Flights & Arrival in Denver

Am 4. Dezember ging es für mich und zwei weitere Mädchen aus Frankreich und China vom Newark Airport in New Jersey Richtung Chicago. Zweieinhalb Stunden Flug, die extrem unspannend verliefen und auch eher nervig, weil ein stinkender Mensch in der Reihe vor mir saß – das war echt unschön. Angekommen in Chicago erfuhren wir, dass unser Flug in etwa 45 Minuten Verspätung haben wird – halb so wild, dachten wir. Nur leider funktionierte das WLAN am Flughafen nicht. Das steht definitiv auf meiner Hassliste seit ich in den Staaten bin – direkt hinter dem stillen Wasser und dem komischen Brot.
Der Flug von Chicago nach Denver war um einiges turbulenter als der Flug Richtung Denver und meiner Sitznachbarin wurde richtig schlecht..
Als wir endlich in Colorado angekommen waren, war ich unglaublich aufgeregt.. nur noch wenige Minuten und dann würde ich meine (perfekte?) Host Family sehen.. ich war echt kurz vorm Heulen, das könnt ihr mir glauben.
Eine letzte Rolltreppe und schon sah ich all die wartenden Menschen, ein paar weitere Schritte, ich schaute durch die Menschenmenge und da waren sie!!! Meine Host Mum rief: „Here!! Vanessa, we are right here!!“ Oh mein Gott, ich glaube mir fiel ein riesiger Stein vom Herzen! Die Begrüßung war richtig herzlich und ich umarmte jedes Familienmitglied – der Jüngste gab mir einen Blumenstrauß und dann gingen wir Richtung Kofferband.. als wir alle meine Sachen beisammen hatten, bat meine Host Mum jemanden ein Foto zu machen und auch, wenn ich aussah wie 3 Tage nicht geschlafen und geduscht haha war es eine tolle Geste. Sie sagte mir dann später, dass das eine Tradition ist, dieses Foto am Flughafen zu machen, um zu sehen, wie sich das Au Pair im Laufe des Jahres entwickelt. Da bin ich ja mal gespannt!!
Der Kleine zog meinen Handgepäckskoffer und der Vater meinen großen Koffer und wir gingen bepackt wie wir waren Richtung Auto.. oder soll ich besser sagen Schiff?! Ein fetter Cadillac Escalate 2011!
Wir fuhren direkt zum Dinner in ein kleines Restaurant namens Olive Garden und mein Kleiner wollte direkt, dass ich neben ihm sitze. Hat sich richtig gut angefühlt, dass er mich vom Anfang an akzeptiert hat und kaum schüchtern war. Das Essen empfand ich als recht gut (Nudelauflauf mit Garnelen), jedoch war der Fisch vom Host Dad nicht so frisch und beschrieb den Geschmack als „nasser Hund“.. ich liebe den Humor meiner Host Parents! Es war komisch zu sehen, wie unterschiedlich selbst ein Restaurantbesuch sein kann und ich kam direkt mit typisch amerikanischen Dingen in Berührung. Leider bekam Jo. (mein Jüngster) Bauchschmerzen vom vielen Essen und Soda und wir fuhren endlich in mein neues Zuhause!!! Es fühlte sich an wie eine Ewigkeit, doch dann waren wir endlich da: Castle Pines, mein neues Zuhause war wunderschön, die Gegend unbeschreiblich und alles so positiv anders 🙂
Meine erste Nacht im neuen Bett war super – ich lieeebe es! Viel besser als bei mir in Deutschland und deswegen war es auch echt nicht schwer sich an das neue Zimmer zu gewöhnen.
Ich bin wirklich überglücklich hier und ich kann es immernoch nicht glauben, dass alles so gut läuft – aber mehr dazu im nächsten Post, wo ich euch erzählen werde, wie die Woche Nummer 1 in Colorado verlief 🙂

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New York City 3th December

Nun komme ich endlich zu meinem Beitrag über unseren Trip nach New York City und ich kann euch sagen, es war einfach atemberaubend!

Wir fuhren mit den Bussen Richtung City und selbst die Fahrt war so unglaublich aufregend, weil man einfach wusste, man ist in solch einer berühmten Stadt weit, weit weg von der Heimat. Es sah wirklich aus wie in den zahlreichen Filmen.. wir konnten unseren Augen manchmal kaum trauen so anders und fremd sah alles aus.

In New York angekommen hielten wir kurz an, um unsere Stadtführerin einzusammeln und das war einfach die coolste New Yorkerin überhaupt!! Ihr Name war Sheila und sie zeigte uns nicht bloß alles während der Fahrt, sondern machte den ultimativen New York Soundtrack im Bus an.. ich hatte manchmal sooo eine Gänsehaut, weil es sich anfühlte wie im Film mit passender Hintergrundmusik.

Die Fahrt begann in Manhatten mit Taylor Swift- Welcome to New York“ – Gänsehaut pur! Wir stoppten an einer Stelle, wo wir aussteigen konnten und machten Fotos am Wasser mit dem Blick auf Ellis Island – es war richtig toll! Nach einer Weile fuhren wir weiter an der Memorial Area und dem One World Trade Center vorbei.. währenddessen lief „New York“ von Alicia Keys. Vorbei am Hudson River mit dem Blick Richtung New Jersey City – wunderschön. Sheila erzählte uns lustige Fakten über Celebrities während der Fahrt – zum Beispiel fuhren wir am Standard Hotel vorbei, wo Beyoncés Schwester Jay-Z schlug haha und außerdem auch an Leonardo Di Caprios Haus – pretty amazing mit dem Blick auf’s Wasser. Hach, wäre man doch ein Celebrity in New York..

Wir fuhren an Filmstätten vorbei, wo „Law and Order“ gedreht wurde, während „Uptown Girl“ durch die Boxen dröhnte und ich es nicht lassen konnte mitzusingen. Danach kamen wir in Midtown an, sahen verschiedene Sachen, die wie das „Circle Line Boat“ oder das „Intrepid Sea, Air & Space Museum“. Nächstes Lied: „English Man in NY“ wir fuhren an der berühmten „Hells Kitchen“ vorbei und es ging ab auf die 8th Avenue. Mit dem „Friends“-Intro in den Ohren ging es dann Richtung Uptown und Central Park. Vorbei an einem superschön beleuchtetem Christmas Market, dem Lincoln Center und der NY City Opera, ging es dann tatsächlich in die Nähe der „FAME School Of Performing Arts“ – ich bin innerlich ausgerastet, auch wenn ich es nicht mit eigenen Augen gesehen habe. Allein in der Nähe zu sein, war ein unglaubliches Gefühl.
Sheila zeigte uns das Hotel Empire, wo größtenteils „Gossip Girl“ gedreht wurde – ein begeistertes Quieken blieb dann im vollbesetzten Bus voller Mädchen natürlich nicht aus (sorry Boys haha).
Wir machten einen halbstündigen Stopp auf der 59th Street wo Uptown beginnt und ja, ich bin ein bisschen proud warum auch immer, aber ich hatte meinen ersten New Yorker Hot Dog und der war richtig, richtig gut (Gray’s Papaya)!
Wir fuhren entlang der Columbus Avenue, sahen die St. Paul Church und eins der höchsten Gebäude mit 50 Stockwerken (Worldwide Plaza) – aber hey, danach wurde es so richtig interessant und nein ich meine das jetzt nicht ironisch! Wir fuhren Richtung Broadway – best day ever – Sheila sagte uns, wir sollen alle mit den Füßen stampfen um dann stolz sagen zu können, wir hätten am Broadway getanzt – haha
Dann fuhren wir zu unserem eigentlichen Ziel, nämlich dem Rockefeller Center, um hoch hinaus ab auf’s Top of the Rock zu gelangen.
Für alle die Höhenangst haben – es lohnt sich trotzdem drauf zu gehen, allein für die tollen Fotos!
Wir waren bestimmt über eine Stunde oben und als wir wieder unten waren machten wir uns auf um den großen Weihnachtsbaum vor dem Rockefeller Center zu sehen. Vor dem Baum befindet sich ein Eislauf-Feld und als wir gerade unsere Fotos und Videos machten, passierte tatsächlich ein ergreifender New York-Moment… ein Mann machte seiner Freundin mitten auf der Eisfläche den Heiratsantrag!!! Ich habe zufällig alles gefilmt und ich hatte Gänsehaut von oben bis unten!

Mit dem Blick auf die Uhr machten wir uns auf den Weg Richtung Empire State Building, wo der Treffpunkt war. Ich kann euch sagen, dass das ein riesiges Drama war haha wir haben einfach keine Orientierung gehabt und haben einen Polizisten gefragt, der uns tatsächlich weiß machen wollte, dass wir eine bestimmte Strecke niemals in der angegeben Zeit schaffen könnten (aber hey, glaubt niemals einem dicken Amerikaner, wenn es darum geht von A nach B zu kommen), er gab uns den Rat ein Taxi zu nehmen, aber whatever wir liefen lieber als Geld auszugeben.

Danach machten wir uns auf zum Times Square, of course, und ich muss tatsächlich sagen, dass ich mir das alles um einiges größer vorgestellt habe haha. Das heißt aber nicht, dass ich es nicht toll fand – alles in New York war so schön und unbegreiflich.
Natürlich kamen wir pünktlich an haha. ( Liebe Grüße an Palma und Marie <3) Und ich kaufte mir noch etwas Sushi und Cola für die Busfahrt, sooo yummy! Unser Bus fuhr dann irgendwann mit riesiger Verspätung Richtung Training School und wir waren alle ziemlich müde, aber glücklich über den langen Tag.

Ich kann es wirklich allen empfehlen.. besucht New York, wenn ihr einmal in den Staaten seid!!!‘

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Training School 30th Nov-4th Dec

Wie vielleicht die meisten von euch wissen, musste ich die erste Woche in einer Training School auf Long Island verbringen (genauer gesagt Oakdale).
Nach unserem Flug kamen wir am John F Kennedy Airport an und sind dann mit dem süßesten Opi-Busfahrer zur Training School gefahren. ich weiß gar nicht mehr, wie lang die Fahrt war, weil wir ständig im Stau standen.. um die 2 Stunden waren es dann bestimmt insgesamt.
Angekommen in der Schule mussten wir unsere Koffer ein paar Treppen hochschleppen ( die Höööölle), danach bekamen wir eine kurze Einweisung, die Zimmerschlüssel und die Geschenke der Host Family.
Einige bekamen das ganze Paket mit (hässlicher) pinker Tasche, New York Trip, Top of the Rock und und und.. ich habe zwar nur eine blaue Tasche bekommen ohne den anderen Kram, aber das war dann im Endeffekt auch okay, weil ich wusste, dass meine Host Parents unseren Trip to California bezahlen.
Als wir dann in die Zimmer konnten fiel mir auf, dass ich alleine in einem 5er Zimmer rumhing, hat mich etwas gewundert. Stunden später kam dann meine chinesische Zimmernachbarin und dann stellte sich heraus, dass unsere französischen Zimmernachbarn einen Flug verpasst haben. Die kamen dann im Laufe des nächsten Tages und mussten einigen Stoff nachholen an dem Tag wo wir alle nach New York City gefahren sind.
Aber erstmal der Reihe nach… wir hatten von Dienstag bis Mittwoch Classes über Kindererziehung, Hygiene, Gefahren und und und.. es war wirklich richtig viel, aber je nach Thema hat es echt Spaß gemacht.
Leider ging es mir aber nicht so gut, weil mir die Nervösität total auf den Magen schlug, aber die „Krankenschwester“ konnte mir mit ein zwei Sachen recht gut helfen, sodass es mir jetzt total gut geht 🙂
In den Classes saßen wir immer mit Au Pairs aus anderen Ländern zusammen.. an meinem Tisch waren zum Beispiel Mädchen aus Finnland, Mexiko, Australien, Kolumbien und Spanien. das war echt richtig cool und auch wenn das Sprachniveau nicht unbedingt gleich war, konnte man sich trotzdem irgendwie mit Händen und Füßen unterhalten.
Ein paar von uns Deutschen saßen jeden Abend bis spät in die Nacht im Flur, weil wir tagsüber einfach kaum Zeit hatten richtig zu quatschen (Grüße an Palma, Marie, Sabine, Andre und Tobi haha). Ja, es gab insgesamt 9 Jungs in dieser Woche und es waren sogar insgesamt 3 deutsche Jungs.
Unser Tagesablauf lief am Dienstag und Mittwoch also circa so ab: Breakfast (7-8 Uhr) Class (8 Uhr) Break Class Lunch Class Break Dinner.. bin mir nicht sicher, ich glaube, dass alles ging bis 18 oder 19 Uhr und danach hatten wir Freizeit, aber so hat es sich nie angefühlt haha
Am Donnerstag hatten wir einen Vortag über Personal Safety von einem Polizisten, danach einen Vortrag über das Auto fahren in Amerika und einige Regeln (der Typ war sooo lustig, freut euch drauf!!)
Danach hatten wir den Erste Hilfe Kurs vom roten Kreuz (inklusive CPR) man wusste halt einiges noch vom Führerschein, aber es war trotzdem sehr interessant und wichtig alles nochmal aufzufrischen. Es fühlt sich gut an solch ein Zertifikat zu haben und es macht sich auch bestimmt gut beim späteren Arbeitgeber.

Am späten Nachmittag, ich glaube es war 14 Uhr am Donnerstag, ging es dann mit den Bussen nach New York City, oh my gosh, ich war sooo aufgeregt und selbst die Fahrt war der Hammer!! Aber zu dem New York Trip werde ich nochmal ausführlich einen Beitrag schreiben, weil es viel zu viel zu erzählen gibt.

Freitag war dann Zeit zum Abschied.. wir bekamen Busse zugeteilt, sowie verschiedene Zeiten. Mein Bus fuhr um 9 Uhr morgens los Richtung Newark Airport, wo meine beiden Colorado Au Pairs und ich abgesetzt wurden. Es war echt verrückt, man war plötzlich wieder auf sich allein gestellt. Wir hatten 2 weitere Flüge bevor uns, sowie einen Stopp in Chicago, ich war echt nervös.

Zu dem Flug und meiner Ankunft in Denver komme ich in meinem nächsten Beitrag 🙂

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Flug nach Amerika

Diesen Beitrag hier habe ich im Flugzeug geschrieben, konnte ihn jedoch wegen fehlendem Wlan nicht hochladen. Es spiegelt so ein bisschen wieder wie ich mich gefühlt habe und was bei mir so im Kopf abging. Aber seht selbst:

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So, wir sitzen gerade im Flieger. Noch anderthalb Stunden und dann landen wir in New York. Kann mich mal bitte einer zwicken? Ich kann es nicht fassen, dass diese unglaublich ermüdende und anstrengende Wartezeit endlich vorüber ist. Klar bin ich aufgeregt, aber auch ziemlich übermüdet und erschöpft durch den Stress der letzten Tage. Es ist nun mal nicht nur ein Vergnügen sein Leben für ein Jahr völlig auf den Kopf zu stellen. Seinen Lebensinhalt in einen Koffer packen? So gut wie unmöglich.. aber es hat sich gelohnt! Es ist schwer in Worte zu fassen, was gerade in meinem Kopf abgeht, geschweige denn in meinem Magen.. pures Chaos, mehr oder weniger unangenehm.
Wir befinden uns gerade über New Brunswick und rasen mit 800km/h Richtung Abenteuer Amerika entgegen. Am John F. Kennedy Flughafen geht der Stress aber dann wieder los.. nach diesem Tag kann ich mit Sicherheit sagen, dass ich sowohl Flughafen als auch Fliegen hasse. Die pure Entspannung kommt wohl erst, wenn wir alle in unserem neuen Zuhause, sowie in unserem neuen Zimmer und Bett endlich mal durchatmen können. Die Training School wird wahrscheinlich genauso ermüdend wie dieser Flug hier und ich mach wirklich drei Kreuze, wenn wir das endlich hinter uns haben und unsere Host Family in die Arme schließen können. Nach monatelangem Warten wird es auch endlich mal Zeit dafür, dass kann ich euch versichern! Ich hoffe, so sehr, dass sich meine Erwartungen erfüllen und dass nicht alles was ich mir so toll und schön vorgestellt habe, wie eine riesengroße Seifenblase zerplatzt.
Aber hey, optimistisch bleiben! Es wird schon schon alles irgendwie gut werden und mit meiner Host Family habe ich echt eine gute Partie gemacht, da bin ich mir sicher!!
Das Nächste, was ihr von mir hören werdet, wird dann über die Training School sein und nicht zu vergessen den New York Trip und die Ankunft in Denver bei meiner Host Family.
Vermutlich werde ich bei dem Flug nach Denver über Chicago auch ein paar Zeilen schreiben, ich bezweifle nämlich, dass ich mich mit meinen Mitreisenden so super verstehen werde. An dieser Stelle grüße ich natürlich Palma und Sabine, die gerade links und rechts von mir sitzen! Ohne die beiden wäre es vermutlich unerträglich gewesen.. nicht zu vergessen, die tollen Bildschirme und Spiele im Flugzeug.
So jetzt aber genug davon, Details zum Flug gibt es auf Nachfrage, sonst wird dieser Beitrag in 10 Jahren noch nicht fertig.